Samstag, 11. April 2015

Ein Plausch mit unserer Küsterin

Ich wohne und arbeite direkt neben unserer Pfarrkirche. Unsere Küsterin fährt immer von ihrem Haus über unseren Parkplatz zu ihrem "Arbeitsplatz", die Kirche. Oft sehe ich sie eine Stunde vor den Gottesdiensten auf dem Weg zur Vorbereitung der Heiligen Messe. Sie ist eine bescheidene, fromme Frau, die ihren Dienst still verrichtet. Morgens die Kirche aufschließen, mittags den Blumenschmuck in der Kirche verschönern. Die Messen vorbereiten und während der Messe dafür sorgen, dass die Liturgie reibungslos verläuft. Auch dies ist für mich ein Beispiel eines gelebten Glaubenszeugnis.

Ich schätze diesen Dienst des Küsters sehr. Er setzt eine gewisse Form der Frömmigkeit voraus und ist ein ganz wichtiger Grundstein unserer Kirche. Dazu empfehle ich diesen Beitrag, in dem das Wesen dieser Aufgabe für unsere Kirche sehr gut beschrieben wird.

Heute morgen fragte ich unsere Küsterin nach ihren Arbeitszeiten. Sie antwortete mir, dass es bei ihrem Dienst nicht nach der Stundenzahl gehe. "Wenn es nötig ist, arbeite ich auch länger," sagte sie mir und verwies darauf, dass ein Küster das letzte Glied in der Hierachie der Kirche sei, ausschließlich dem Dienst verpflichtet. 

Da gab ich ihr den Vers "... und wer der Erste unter Euch sein will, der soll Sklave aller sein" mit auf dem Weg. (siehe Markus 10.35ff). Darüber freute sie sich sehr. So habe sie das bislang noch nicht gesehen und bedankte sich bei mir für diesen Bibelimpuls, den sie nun in ihre Tätigkeit mit hinein nimmt.

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