Dienstag, 7. April 2015

Der NDR und das Thema Homosexualität in der Kirche

Heute Morgen habe mich doch ein wenig erschrocken, als ich im Auto mein Radio hörte. Der Sender "NDR Info" hält über die "Nachrichten" des Tages auf dem laufenden. Nur wird leider zwischen Meinung und Nachricht häufig nicht unterschieden. Im heutigen Beitrag ging um die Haltung innerhalb der evangelischen Kirche zur Homosexualität, die dort "immer noch" als Sünde angesehen würde. Es gäbe selbst in der "liberalen" Landeskirche Gemeinden, die gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht akzeptieren würden. Ja, es gäbe sogar Leute, die nicht nur glaubten, dass Homosexualität Sünde sei, sondern sogar, dass man Homosexualität heilen könne.


Es stört mich nicht, dass jemand nicht den christlichen Glauben teilt. Das sind wir sogar innerhalb der Kirche bereits hinreichend gewohnt. Wir erleben dies ja auch bei der aktuellen Diskussion im Vorfeld der "Familiensynode" innerhalb der katholischen Kirche. Eindeutig klar ist aber, dass eine christliche Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen wird und praktizierte Homosexualität sowohl in der Bibel als auch der Tradition aller christlicher Konfessionen als sündhaft verurteilt wird. Im Radiobeitrag wurde ein kurzer O-Ton eines "ultrakonservativen" evangelischen Pfarrers eingespielt. der nichts anderes getan hat als diesen von je her überlieferten christlichen Grundsatz zu vertreten: "Praktizierte Homosexualität ist Sünde!"

 Ein Sender muss natürlich über die innerkirchliche Diskussion berichten, dass ist keine Frage. Aber wenn der Sender schon so tendenziös über dieses Thema "berichtet", dann fragt man sich, ob damit die Leute im Sinne einer "Meinung" manipuliert werden sollen. Respekt vor der Würde des Glaubens und den Kirchen gegenüber ist was anderes.

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