Montag, 27. April 2015

Predigen wie der heilige Petrus Canisius

Zwei Daten beschäftigen mich am heutigen Tag. Einmal der heutige Gedenktag des hl. Petrus Canisius und das diesjährige 500jährige Jubiläum der Reformation. Innerkirchlich wird ja diskutiert, inwiefern sich die katholische Kirche an den Jubiläumsfeierlichkeiten unserer evangelischen Schwestern und Brüdern beteiligen kann.

Im Zuge der Reformation war Petrus Canisius einer derjenigen, der dem wachsenden Einfluss des Protestantismus als hervorragender Prediger und Glaubenslehrer die Lehre der katholischen Kirche gegenüberstellte. Er wandte sich dabei an alle Schichten  und Stände der Gesellschaft. Auch in der aktuellen Zeit fehlt es an Predigern, die in aller Öffentlichkeit den Glauben darlegen und auch vertreten. Das kostet viel Mut und auch die Bereitschaft, Gegenwind zu ertragen.

Heiliger Papst Johannes Paul II., bitte für uns!

Andachtsbild von Papst Johannes Paull II
Papst Johannes Paul II. wurde genau vor einem Jahr, am 27. April 2014, heilig gesprochen. Papst Johannes Paul II. wird von mir ganz besonders verehrt.

Der Papst mit polnischen Wurzeln berührte mein Herz lange vor meiner Bekehrung und Rückkehr in die Kirche. In meiner Gebetsecke steht auch ein Bild von ihm, welches Verwandte von einer Romreise vor vielen Jahren mitgebracht hatten. Heute werde ich an hin besonders denken und ihn um seine Fürsprache im Himmel für uns auf Erden bitten.

mein weiterer Blogartikel: In memoriam Papst Johannes Paul II.

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Sonntag, 26. April 2015

Was ein Seniorenmessdiener sich so anhören muss

Bei einer Geburtstagsfeier unterhielt ich mich mit einem Sangesbruder über seine Erlebnisse als Seniorenmessdiener. Mittlerweile gibt es immer mehr von ihnen. Denn häufig gibt es nicht mehr genug Mädchen geschweige denn Jungen, die für den Dienst am Altar zur Verfügung stehen.

Samstag, 25. April 2015

Eine Mail vom seligen Rosenkranzapostel Bartolo Longo

Bartolo Longo
(C) Gemeinfrei
Quelle: Wikipedia Commons
Gestern erhielt ich eine Email vom seligen Bartolo Longo, dem Rosenkranzapostel. Natürlich nicht von ihm persönlich, sondern von einer polnischen Gemeinschaft, den "Gehilfen der Rosenkranzkönigin".  Diese Stifung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Misson des Rosenkranzapostels Longo, wieder mehr bekanntzumachen.

Die Biografie von Bartolo Longo ist spannend und kann auch in unserer heutigen Zeit durchaus als Vorbild dienen. Er wuchs in einer streng katholischen Familie auf, geriet aber im Zuge seines Studiums in okkulte Kreise, fiel vom Glauben ab und wurde sogar "Spiritismus-Priester".

Ein Freund riet ihm, ein Gespräch mit dem Dominikanerpater zu führen. Bei ihm erfuhr Longo eine wundersame Bekehrung und legte eine Lebensbeichte bei ihm ab. Von nun an entschloss sich, sein Leben ganz der Verherrlichung Gottes, der Verbreitung des Rosenkranzgebetes und der Hilfe für die Armen zu widmen. Er schloss sich dem dritten Orden der Dominikaner an.

Freitag, 24. April 2015

Christen antworten auf mörderischer Videobotschaft der ISIS

Die ISIS veröffentlichte Videos mit Hinrichtungen von "Ungläubigen", darunter zumeist Christen aber auch islamischen Glaubens. Diese Botschaft des Hasses und des Mordes beantworteten Christen mit einer Video-Botschaft des Evangeliums vom barmherzigen Gott, der jeden Menschen einlädt, die Waffen niederzulegen und umzukehren, gleich was er getan hat und welche Wunden hat: Der König der Könige hat jede Sünde, jeden Hass durch sein Kreuz und seine Auferstehung überwunden. Kommt, Brüder, lasst von der Liebe Gottes euch von euren Sünden und eurem Hass heilen! Ein beeindruckendes Glaubenszeugnis und zur Evangelisierung.

Donnerstag, 23. April 2015

Was uns der Hl. Georg auch heute noch zu sagen hat

Georg und der Drache
Quelle: Ök. Heiligenlexikon
(C) Gemeinfrei
Ein Namenstag lädt immer wieder dazu ein, auch über den Patron und seine Mission in unserer Welt nachzudenken. Ich habe dies anlässlich meines Namenstages schon heute morgen bereits getan, aber im Verlauf des Tages haben mich weitere Gedanken über den Heiligen Georg beschäftigt.

Der Märtyrer wird als Drachentöter dargestellt, einer der mit Tapferkeit und Ritterlichkeit gegen das Böse kämpft, den Schwachen zur Seite steht. Der bereit ist, für seinen Kampf für das Gute sein Leben zu riskieren.

Seine Attribute sind Tapferkeit, Ritterlichkeit, Höflichkeit und Nächstenliebe. Werte, die auch heute dringend gebraucht werden. Wo ist heute der "Drache", dem heute der Kampf angesagt wird? Er kommt nicht unbedingt in Gestalt eines feuerspeienden Ungetüms entgegen. Aber ihn gibt es dennoch auch heute in mannigfaltiger Gestalt.

Heute feiere ich meinen Namenstag

Ikone: Georg tötet den Drachen
(C) Gemeinfrei.
Quelle: Ökumenische Heiligenlexikon
Heute ist der Gedenktag des Hl. Georgs, des Märtyrers. Gemeinhin wird er als Ritter auf einem Pferd gezeichnet, der einen Drachen tötet. Es ranken sich, wie so oft, viele Legenden um den Heiligen. Mehr dazu hier oder hier.  Der hl. Georg wird als einer der 14 Nothelfer in der Kirche ganz stark verehrt.

Der Name spielt eine besondere Rolle. In unserer Lokalzeitung erscheint zur Zeit regelmäßig eine Kolumne über die Bedeutung bei uns weit verbreiteter Nachname. Häufig weisen die Namen etwas über den Beruf oder den Wohnort eines Menschen aus. Da damals die Berufe meistens an ihre Söhne weitervererbt wurden, wurde, konnten die Menschen Familien auf diese Weise immer zuordnen.

Im Zuge der Christianisierung erhielten die Getauften den Namen eines Heiligen als unterscheidendes Kennzeichen. Somit wurde der Namen auch das Bekenntnis zum christlichen Glauben. Der Name soll auch die besondere Verbindung zum Heiligen, der den gleichen Namen trägt, bezeugen. Der Namenspartron gilt als Fürsprecher bei Gott, aber auch als Ansporn dafür, ihm nachzuahmen: Der Name Georg steht für Ritterlichkeit, Tapferkeit, Nächstenliebe und Höflichkeit.

Dienstag, 21. April 2015

Hymnus zur Osterzeit

Wir befinden uns in der Osterzeit. Der Osterfestkreis beginnt am Aschermittwoch mit der Fastenzeit, gipfelt im Osterfest endet am Pfingstsonntag. Als Christen gedenken wir dem Leiden und Sterben Christi loben und preisen wir in dieser Zeit die Auferstehung des Herrn, der Tod und Sünde überwand. Im Abendgebet der Kirche wird zwischen Ostern und Pfingsten dieser schöne Hymnus gebetet.

Zum Mahl des Lammes schreiten wir
 mit weißen Kleidern angetan;
 Christus, dem Sieger, singen wir,
 der uns durchs Rote Meer geführt.

Montag, 20. April 2015

Von der Pfarreifusion bis zur Kirchenschließung

Heute fiel mir ein Beitrag auf kath.net besonders ins Auge: "Niederlande - Kirchen ohne Zukunft". Danach sollen im Nachbarland Holland 1.000 römisch-katholischer Kirchen vor der Schließung stehen. Das seien zwei Drittel aller katholischer Kirchen. Als Grund wird die dramatisch sinkende Zahl an Gläubigen genannt. Der Bevölkerungsanteil der Katholiken sank laut Wikipedia in den letzten 40% auf 23%. Von den noch konfessionell katholischen Christen besuchten aber nur nochv 5% der knapp vier Millionen Katholiken sonntags die Kirche. In Deutschland sind es (noch) 10% der Katholiken.

Sonntag, 19. April 2015

"Fasst mich doch an, und begreift ..!"

Im heutigen Evangelium (Lukas 24.35-48) ruft Christus uns eindringlich entgegen, nicht an seine reale Auferstehung zu glauben. Glaubenszweifel hatten sogar die Leute, die Christus wirklich sahen. Sie trauten ihren eigenen Augen nicht. War das ein Geist, der Ihnen als Auferstandener gegenüber stand? Dass es sich offenbar um Christus handelte, hatten sie am Brotbrechen erkannt. Christus fordert von uns, an seine geistige und leibliche Auferstehung zu glauben.
... Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? 39 Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. 40 Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße...

Samstag, 18. April 2015

Erschreckende Meinungen zu Bootsflüchtlingen

Vielen Menschen ist das Schicksal von Flüchtlingen ziemlich egal. Hauptsache, sie kommen nicht in unser reiches Deutschland. Grünen-Vorsitzende Simone Peters teilte auf Twitter einen Link zu einem Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung.
Man kann zur Flüchtlingspolitik der Grünen durchaus kritisch stehen. Schließlich hat die Bundesregierung während der rot-grünen Koalition nicht viel mehr zur Lösung des Problems erreicht, wie die derzeitige schwarz-rote Koalition. Die Ursache, dass so viele Menschen ihr Leben riskieren, liegt in den ärmlichen Verhältnissen ihrer Herkunftsländer. Zum Teil werden sie wegen ihrer Religion verfolgt.

Die meisten Flüchtlinge landen nicht bei uns, sondern in Ländern, die ohnehin in einer großen Wirtschaftskrise stecken. Aber jedes Land mit einer westlichen Kultur war bislang bereit, ertrinkende Menschen zu retten. Diese Einstellung teilen aber längst nicht alle Zeitgenossen mehr.

Dieser Tweet hat mir wirklich auf den Magen geschlagen. Ich glaube, dass er stellvertretend für nicht wenige Leute steht. Dazu braucht man nur in Foren und Soziale Netzwerte zu diesem Thema zu schauen. Auch dieser Tweet zeigt mir den schlimmen Zustand in unserer Gesellschaft an. Denn Leute, die in so einer Haltung verharren, haben sich sich selbst gerichtet. Aus der Gerichtsrede in Matthäus 25,31ff:
41 Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! 42 Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; 43 ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? 45 Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. 46 Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.

Nehmen wir uns ein Beispiel an Mutter Teresa, die zu den Ärmsten und Ausgestoßenen gegangen ist. Jeder Mensch ist von Gott geliebt. Auch Papst Franziskus hat die Flüchtlinge in Lampedusa besucht und der Welt demonstriert, dass wir für sie sorgen müssen. Dieser Verpflichtung darf sich unser reiches Land niemals entziehen.

Freitag, 17. April 2015

Papst Franziskus: Wie man den Groll überwindet

Die heutige Predigt von Papst Franziskus ist mir heute wohl auf dem Leib geschrieben. Ich gebe schnell dem aufsteigenden Gefühl des Zorns nach, wenn mir etwas gegen den Strich läuft. Dann handele ich oft aus dem Bauch heraus. Dabei überlege ich mir nicht, ob "Recht haben" auch "Gutes tun" entspricht. Allein heute ist mir das schon zwei Mal passiert. Papst Franziskus predigte bei seiner Morgenmesse in Santa Marta  über die "Gnade der Nachahmung Christi". Er legte anhand der Tageslesungen aus, wie man dem instinktiven Gefühl aufsteigenden Hasses entgegentreten könne:

Gebet vor dem Tabernakel verhindert Einbrüche in Kirchen

Die Einbruchszahlen in Kirchen bleiben im Bistum Münster seit 2010 konstant hoch, berichtete die Bistumszeitung "Kirche + Leben". Jährlich wird im Land Nordrhein-Westfalen 600 bis 800 Mal (!) etwas aus Kirchen gestohlen oder werden Gegenstände in Kirchenräumen beschädigt. Der materielle Schaden sei zumeist gering, schwerwiegender seien die religösen und kunsthistorischen Auswirkungen. Je säkularer die Gesellschaft wird, desto gefährdeter seien die Kirchen, folgert die Kirchenzeitung und begründet das damit, dass die Kirchen häufig leer sind, weil die Beter während des Tages fehlen. 

Donnerstag, 16. April 2015

Ein Glas Bier auf unseren Papa emeritus!

Schon heute morgen habe ich mich gefragt, ob der Hype um den 88. Geburtstag des Papst em. Benedikt XVI nicht über das Maß hinaus geht. Siehe Beitrag ...  Für meine Meinung habe ich auf Twitter sogar "Haue" bekommen. Im Verlauf des Tages teilten sich die Leute via Twitter und Co weltweit die neuesten Geburtstagsbilder des Papstes im Unruhestand: Papst Benedikt umrundet von bayrischen "Gebirgsjägern" (als Flachlandtiroler kenne ich mich damit nicht aus) und einem Maß Weißbier in der Hand.

Zweites Jahresgedächtnis an Bischof Reinhard Lettmann von Münster

Bischof Lettmann mit unseren damaligen
Pfarrern beim Festhochamt
unsereres Kirchweihjubiläums
Ich durfte den früheren Bischof von Münster Dr. Reinhard Lettmann bei einer Visation anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Weihe unserer Pfarrkirche persönlich kennenlernen.

Bischof Lettmann hat unser Bistum jahrzehntelang geführt und war sehr beliebt, bekannt als ein wirklicher Hirte. Er hat auch mich bei seinem Besuch sehr durch seine Ausstrahlung beeindruckt. Unser Bistum Münster erinnert sich an ihn am kommenden Sonntag im 2. Jahresgedächtnis. Da schließe ich mich im Gebet an.

Viel Wind um einen Geburtstag

Zur Zeit ist Papst Benedikt wieder sehr in den Medien präsent. Alle Welt schreibt über den Papst emeritus, der sich zur Ruhe setzen wollte. Sogar ein Interview von seinem Privatsekretär wird hervorgekramt, in dem wir erfahren, dass Benedikt sich nun auf seinen Tod vorbereitet. Das wussten wir aber auch schon vorher, denn dies teilte uns der Papst Benedikt selber bei seinem Rücktritt mit.

Dienstag, 14. April 2015

Bistum Münster: Mehr Spiritualität in der Bildung

Bildung hat in der Kirche immer auch etwas mit Spiritualität zu tun, erfahre ich auf der Homepage des Bistums Münster. Dort wurde bekanntgegeben, dass eine neue Abteilung "Bildung und Spiritualität" gegründet wurde. Zu der Abteilung gehören laut Bistumshomepage unter anderem die Referate Katechese, Exerzitien und Geistliche Begleitung, Internetseelsorge, Wallfahrtsseelsorge und Akademikerseelsorge. Klingt für mich irgendwie interessant. Soll mit der neuen Abteilung die Neuevangelisierung in unserem Bistum vorangetrieben werden? Ich bin gespannt.

Montag, 13. April 2015

Antwort des Kardinals - "Wie kommt man in den Himmel / Hölle?"

Die wichtigste Frage überhaupt stellt ein kleines Mädchen dem Kardinal Christoph Schönborn: "Wie komme ich in den Himmel oder in die Hölle?" Vorausgesetzt, dass es sowohl den Himmel als auch die Hölle gibt. Als Christen sind wir davon überzeugt, dass es tatsächlich so ist. Wir glauben, dass Gott uns mit seinen Fürsprechern, den Heiligen und der Gottesmutter auf dem Weg in den Himmel behilflich sind. Gefunden habe ich dieses Video im Blog "Katholisch Marianisch Papsttreu"

Sonntag, 12. April 2015

Krieg, Genozid und der Barmherzigkeitssonntag

Eucharistische Anbetung in Bethen
Wie notwendig ist die Barmherzigkeit in einer unbarmherzigen Welt. Dies dachte ich an diesem Wochenende. Es begann für mich mit einer Gedenkveranstaltung der Zerstörung eines Dorfes in meiner Gemeinde kurz vor Kriegsende vor genau 70 Jahren.

Dazu war ich eingeladen, um darüber zu berichten. Im Grunde schien der Krieg bereits gelaufen zu sein. Die Engländer hatten die Wehrmacht bereits besiegt, einzelne deutsche Soldaten suchten ihr Heil in der Flucht. Die meisten Leute hofften auf ein schnelles friedliches Ende.

Doch da geschah die Katastrophe. Die Engländer zogen durch den Ort, um zur Kreisstadt zu ziehen. Niemand leistete Widerstand. Außer ein verblendeter beinamputierter Oberstleutnant. Er fuhr mit einem Motorrad die Dorfstraße entlang und stoppte flüchtende Soldaten mit einer Waffe und befahl ihnen den Gegenangriff, andernfalls drohte er mit standrechtlicher Erschießung. Die Soldaten begannen deshalb mit einer zwecklosen Gegenwehr gegen die übermächtigen Alliierten. Daraufhin wurde das ganze Dorf in Schutt und Asche gelegt.

Nicht sehen, und doch glauben!

Im heutigen Sonntagsevangelium geht es um das zentrale Thema des Glaubens. Im Gegensatz zu den Jüngern, denen Christus nach der Auferstehung erschienen ist, haben wir heute nicht die Gelegenheit, ihn leiblich anzufassen oder zu erleben, wie er gebratenen Fisch isst.

Wir sind allein auf unseren Glauben angewiesen, den wir aufgrund der Verkündigung der Kirche und das Zeugnis seiner Jünger angenommen haben. Aber genau das fordert Christus von seinen Jüngern, also von uns: " Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben."

Samstag, 11. April 2015

Ein Plausch mit unserer Küsterin

Ich wohne und arbeite direkt neben unserer Pfarrkirche. Unsere Küsterin fährt immer von ihrem Haus über unseren Parkplatz zu ihrem "Arbeitsplatz", die Kirche. Oft sehe ich sie eine Stunde vor den Gottesdiensten auf dem Weg zur Vorbereitung der Heiligen Messe. Sie ist eine bescheidene, fromme Frau, die ihren Dienst still verrichtet. Morgens die Kirche aufschließen, mittags den Blumenschmuck in der Kirche verschönern. Die Messen vorbereiten und während der Messe dafür sorgen, dass die Liturgie reibungslos verläuft. Auch dies ist für mich ein Beispiel eines gelebten Glaubenszeugnis.

Freitag, 10. April 2015

Keine Info über den Barmherzigkeitssonntag im Pfarrblatt

Alle Welt redet von Barmherzigkeit, wenn es um das Thema "Glauben" geht. Das Bild vom barmherzigen Vater überzeugt sogar Menschen, die mit Papst und "Amtskirche" gar nichts mehr am Hut haben. Von der Kirche und von Christen wird andauernd Barmherzigkeit gefordert. Aber über den Barmherzigkeitssonntag ("Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit") wird merkwürdigerweise kaum gesprochen. In unserem Pfarrblatt steht zum Beispiel darüber kein Wort. Auch auf kirchensite.de, dem Internetportal des Bistums Münster findet man hierzu nichts Aktuelles. Und auf katholisch.de ist heute die "Kritik am obersten Glaubenshüter" die Topnews, aber nicht der Barmherzigkeitsonntag. Worum geht es eigentlich beim Barmherzigkeitssonntag?

Donnerstag, 9. April 2015

Die tägliche Gewissensprüfung nach dem hl. Ignatius von Loyola

Flyer Gewissensprüfung
nach hl. Ignatius von Loyola
Wer wirkliche Fortschritte im Glauben machen möchte, kommt an einer Gewissensbildung nicht vorbei. Der römische Katechismus definiert das Gewissen als die Stimme des Gesetzes, das der Mensch sich nicht selber gibt, sondern der, dem er gehorchen muss, sein Schöpfergott.

Das Gewissen befähigt uns, Gutes von Schlechtem zu unterscheiden. Wir sind berufen, unserem Gewissen zu folgen und uns daran zu halten, wozu es uns auffordert: Das Gute zu tun und das Böse zu unterlassen.  Damit das Gewissen in rechter Weise urteilt, ist es notwendig, es zu formen.

Der Weltkatechismus fordert eine "lebenslange Erziehung" im Gewissen, welche schon im Kindesalter mit Umsicht beginnen, aber niemals enden soll. Dabei kann das Studium der Heiligen Schrift, die Kenntnis der katholischen Formeln und das Studium der Katechismen bei der Bildung eines Gewissens helfen.

Aus aktuellem Anlass: Die Berechtigung der Todesstrafe

Der eine von zwei "Boston-Bombern" wurde in den USA jetzt zum Tod verurteilt. Mit seinem Bruder hatte er bei einem Marathonlauf zwei Bomben gezündet. Drei Menschen kamen um und 260 Menschen wurden bei diesem Terrorakt verletzt. Wie jede Verhängung der Todesstrafe löst dies die Frage nach dem Sinn und der Berechtigung der Todesstrafe.

Mittwoch, 8. April 2015

Karfreitag, das fallende Tanzverbot und die Feiertagsregelung

Die Diskussion entflammt nun jedes Jahr vor Karfreitag. Soll das Tanzverbot fallen? Mit der Verdunstung des christlichen Glaubens in unserer Gesellschaft schwindet immer mehr die Akzeptanz für diesen "stillen" christlichen Feiertag. An dem "extra langen" Wochenende sind die Leute hingegen durchaus interessiert. Die Forderung, den Ostermontag abzuschaffen, ist bislang noch recht verhalten und stammt meist aus der Ecke der Wirtschaftsliberalisten. Für die sind gesetzliche Feiertage sowie Hemmschuh des ungebremsten Wirtschaftswachstums. Wer allerdings das Tanzverbot des Karfreitags aufheben will stellt die ganze Feiertagsregelung als solche komplett in Frage.

Dienstag, 7. April 2015

Der NDR und das Thema Homosexualität in der Kirche

Heute Morgen habe mich doch ein wenig erschrocken, als ich im Auto mein Radio hörte. Der Sender "NDR Info" hält über die "Nachrichten" des Tages auf dem laufenden. Nur wird leider zwischen Meinung und Nachricht häufig nicht unterschieden. Im heutigen Beitrag ging um die Haltung innerhalb der evangelischen Kirche zur Homosexualität, die dort "immer noch" als Sünde angesehen würde. Es gäbe selbst in der "liberalen" Landeskirche Gemeinden, die gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht akzeptieren würden. Ja, es gäbe sogar Leute, die nicht nur glaubten, dass Homosexualität Sünde sei, sondern sogar, dass man Homosexualität heilen könne.

Montag, 6. April 2015

Ein Streifzug durch Paderborn

Hochaltar in der Marktkirche
Paderborn eignet sich ideal für eine Tagestour am Ostermontag. Früh morgens brach ich auf und war pünktlich um halb 10 Uhr im Dom zum Pontifikalamt. Ich genoss die Atmosphäre im Dom, einige Domdiener oder Priester, genau weiß ich das nicht, gingen durch den Altarraum. Auch die Mädchenkantorei zog ein und verbeugte sich wohl vor dem Allerheiligsten und nahm ganz hinten ihre Aufstellung. Dann läutete die Glocke und ein Weihbischof zog mit einem großen Zug ein.

Dem Text kann man entnehmen, dass ich in den Gegebenheiten einer Kathedralkirche nicht auf dem laufenden bin. Ich bin schließlich nicht in einer Bischofsstadt aufgewachsen und nur wenige Male bei einem Domgottesdienst gewesen. Unsere Domstadt Münster ist für mich als Oldenburger genauso weit entfernt wie Rom von Köln. Unser hl. Bischof Luidger und seine Nachfahren hatten große Mühe, unseren Vorfahren ein wenig Kultur beizubringen, schreibe ich mit etwas Selbstironie. Das heißt nicht, dass ich mich nicht mit Rom identifiziere. Da unterscheide ich mich von vielen anderen, die mit dem Papst nicht viel zu tun haben möchten.

Sonntag, 5. April 2015

Licht in die Dunkelheit tragen - die christliche Tradition des Osterfeuers

Osterfeuer in unserem Dorf
Der auferstandene Christus bringt Licht in unsere Dunkelheit. Zu Beginn der Liturgie in der Osternacht wird ein Osterfeuer entfacht, Der Priester segnet es und entzündet daran die Osterkerze. Mit dem Ruf "Lumen Christi" (=Licht Christi) trägt er es in die dunkle Kirche, in der die Gläubigen warten. Sie antworten mit mit jubelnden Dank "Deo gratias" (=Dank sei Gott!). Der Lichtruf wird mehrmals wiederholt, bis der Einzug vor den Altarstufen hält. Die Osternacht wird zu einer Feier der Freude und des Lichtes. Alle Christen sind berufen, dieses Licht in die Welt zu tragen.

Die katholische Landjugend entzündet mit einer Flamme der Osterkerze am Abend des Ostersonntags ein riesiges Osterfeuer und verbreitet das Licht damit weit in das Dorf hinein. Gemeinsam wird anschließend gefeiert. Viele Familien aus dem ganzen Dorf kommen zum Fest. Die Landjugend feiert bis in den frühen Morgen.  Diese schöne Tradition wird bei uns im Dorf alljährlich abwechselnd auf eine anderen Hof weitergeführt. Unsere Landjugend unterstützt aus den Erlösen unter anderem Entwicklungsprojekte in Afrika.

"Mit Jauchzen freuet euch" - Osterhochamt am Sonntag

Blick von der Chorempore aus
beim Einzug in unsere Pfarrkirche
Die feierlichen Hochfeste Weihnachten und Ostern sind für mich als Sänger in unserem Cäcilienchor etwas ganz besonderes. Als Chor werden wir Teil der Liturgie. Unser Pfarrer hat uns auf der letzten Chorversammlung noch einmal unsere wichtige Rolle erklärt. Die Musik erhebt die Menschen und bringt sie näher zu Gott. Durch unseren Gesang werden wir Teil der Verkündigung und des Gebetes.

Auch ich als Sänger, der so nahe am Altar stehen darf, spüre die Nähe Gottes während des Gottesdienstes. Wir lobten Gott mit "Mit Jauchzen freut euch", dem "Osterlied" und einem moderneren Lied "Ein Funke aus Stein geschlagen". Zum Abschluss sangen wir "Regina Co,eli" auf Latein.

Was für eine Nacht! Christus ist auferstanden!

Das Licht kam in die Dunkelheit. Das Osterfeuer wurde entzündet und gesegnet. Aus den Palmzweigen loderte die Flamme, mit der die Osterkerze entzündet wurde. Die Asche wird uns am Aschermittwoch wieder auf das Haupt gestreut. Der Kreis ist geschlossen. Das Licht wurde in die Kirche getragen. LUMEN CHRISTI - DEO GRATIAS. Das Licht wurde zu allen weitergetragen, damit die Dunkelheit in der Welt getilgt werde. Für mich ein bewegender Moment, in dem ich die Gegenwart Christi deutlich spüre.

Samstag, 4. April 2015

Morgens am Karsamstag

Heute Morgen beim Morgenlob (Laudes) der Kirche. Dieser Psalm sprach mich an. Wie vor 2.500 Jahren sind diese Worte auch heute noch aktuell. Wie oft trifft die Bosheit Unschuldige. Letztendlich siegt aber das Gute. Das ist unsere Hoffnung und auch die Osterbotschaft.

Freitag, 3. April 2015

Verurteilung und Kreuzigung - Ein persönlicher Nachhall der Passion

Das Verhör und die Verurteilung durch Pilatus
... 28Von Kajaphas brachten sie Jesus zum Prätorium; es war früh am Morgen. Sie selbst gingen nicht in das Gebäude hinein, um nicht unrein zu werden, sondern das Paschalamm essen zu können. 29Deshalb kam Pilatus zu ihnen heraus und fragte: S Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen? 30E Sie antworteten ihm: S Wenn er kein Übeltäter wäre, hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert. 31E Pilatus sagte zu ihnen: S Nehmt ihr ihn doch, und richtet ihn nach eurem Gesetz! E Die Juden antworteten ihm: S Uns ist es nicht gestattet, jemand hinzurichten. ....
(Ausschnitt aus der Karfreitagspassion)

Dieser Teil der Passion der heutigen Karfreitagsliturgie ist mir diesmal besonders hängen geblieben.

Karfreitag - Kreuz, Leid und Erlösung

Der Karfreitag ist der Tag der Verehrung des Kreuzes Christi. Höhepunkt der Liturgie ist die Aufrichtung und Enthüllung des Kreuzes. "Dein Kreuz, o Herr, beten wir an, und deine Auferstehung preisen wir, denn durch dein Kreuz hast du die Welt erlöst". Viele können das Heil, welches vom Kreuz ausgeht, nicht mehr nachvollziehen. Für sie wird der Karfreitag ein unangenehmer Feiertag, den man lieber verstreichen lässt. Viele, die gerne in das Osterhochamt gehen, meiden die Karfreitagsliturgie mit der Betrachtung des Kreuzwegs.

Donnerstag, 2. April 2015

Gründonnerstag - Das große Geschenk der Eucharistie

Das Triduum Sacrum, die drei heiligen Tage, beginnen mit dem Gründonnerstag. Er schenkt uns die heilige Eucharistie. Bei jeder heiligen Messe wandelt er Brot und Wein in Leib und Blut und wird uns in diesen Gestalten gegenwärtig. Er möchte sich mit uns auf innigste vereinen. Mit der Kommunion wird er für uns zur Nahrung, um uns zu stärken.

In Memoriam Johannes Paul II

Dieses Bild brachte mein
Onkel von einer Romreise mit.
Es ist erst zehn Jahre her! Vor zehn Jahren verstarb der große und bedeutende Papst Johannes Paul II. Dem polnischen Papst wird zugeschrieben, dass er an der Beendigung des "Kalten Krieges", dem Fall der Mauer durch Europa und der Überwindung des Kommunismus mitgewirkt hat

Er hat aber nicht nur die Weltgeschichte "mit geschrieben". Vielmehr hat er die Herzen der Menschen bewegt. Wie es nun auch Papst Franziskus macht. Obwohl ich damals noch nicht wieder in die Kirche zurückgekehrt war, beeindruckte mich Papst Johannes Paul mit seiner gewinnenden Art sehr. Vielleicht verdanke ich auch ihm meine "Bekehrung"

Mittwoch, 1. April 2015

Heute geht es um den Verrat. Kein Aprilscherz!

Die Fastenzeit geht dem Ende und dem Höhepunkt entgegen. Leider vergessen wir es zu oft, das Tagesevangelium zu verlesen, denn dann würden wir das Geschehen verfolgen, würden wir den Weg wirklich mit Jesus zum Kreuz gehen.

Vor Ostern eine "gute" Beichte!

Ein weithin unbekanntes Sakrament ist die Beichte. Gerade vor Ostern werden aber vermehrt Beichtgelegenheiten angeboten. Währen die meisten Messbesucher zur Kommunion gehen, bleiben die Beichtstühle oft leer. Die Bußgottesdienste mit persönlicher Andachtsbeichte und die Beichtangebote werden häufig nur von wenigen "hartgesottenen", meist älteren Katholiken benutzt. Den anderen ist dies Sakrament fremd, nicht wenige haben Unbehagen vor einer Beichte.