Mittwoch, 18. März 2015

Wir vermissen die gute alte Fastenpredigt

Satan Stich von Gustave Doré
in John Miltons Paradise Lost
Das Werk ist gemeinfrei.
Früher war sie eine gute alte Tradition, die Fastenpredigt. Sie rief in Erinnerung, was wesentlicher Bestandteil christlichen Fastens ist. Gebet, Buße und Umkehr. Heute ist sie vielerorts selten geworden, wäre aber nötiger denn je.

Doch Umkehr wozu? Was macht eingentlich christlichen Lebenswandel aus? Die Ausrichtung gesamten Lebensstils an Christus. Das Bemühen, ihm ähnlicher zu werden, sein Werkzeug zu sein. Den Kampf gegen Satan, den Verwirrer, den Bösen neu zu intensivieren.

Es ist unüblich geworden, den Begriff des Satans zu verwenden. Papst Franziskus aber nennt ihn des öfteren beim Namen, auch wir sollten es tun. Und wir sollten ihm in der Fastenzeit aufs neue widersagen.

10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.  Johannes 15.10
Um in der Liebe Gottes zu kennen, müssen wir die Gebote kennen. Doch wer kann heute noch die zehn Gebote auswendig aufzählen? Geschweige denn, sie auf das eigene Leben anwenden? Beginnen wir mit dem Gebot "Du sollst nicht töten". Es bedeutet viel mehr als nur den physischen Mord eines Menschen. Gemeint ist auch der Rufmord. In der Zeit, in der anonym im Internet massenweise vernichtende Kritik an andere Personen grassiert, wäre eine Aufklärung dringend notwendig, dass dies mit einem christlichen Anspruch unvereinbar bleibt. Dies ist nur ein Beispiel von unzähligen, die man aufführen könnte.

Ohne eine geistliche Reinigungskur bleibt Fasten allenfalls vielleicht eine physische Schlankheits- und Entschlackungsprozedur. Nur hat dies mit christlichem Lebenswandel rein gar nichts gemein. Hilfreich ist die Lektüre in den Katechismen der katholischen Kirche.

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