Samstag, 21. März 2015

Trauer, Dauerregen und eine große Beerdigung

Heute ist es kalt, es ist grau und es regnet. Vormittags findet bei uns im Dorf eine riesige Beerdigung statt, die immer seltener werden. Ein Sangesbruder, der in vielen Vereinen sich ehrenamtlich engagiert hat, wird beerdigt. Er war nicht nur in unserem Chor, sondern auch Gründungsmitglied im Heimatverein, er war im in der Feuerwehr und wohl auch im Sportverein. Außerdem war er mein Vorgänger und berichtete als freier Mitarbeiter aus unserem Dorf für die Lokalzeitung. Ein Mensch, der sich mit dem Gemeinwesen sehr verbunden war.

Diese Sorte Mensch wird in unserer Zeit, in der jeder sein eigenes Leben an erster Stelle stellt, immer rarer. Als Christen sind wir berufen, von unserem Ich uns weg zum Du zu orientieren. Das bedeutet Nächstenliebe. Wenn dies mit echter Frömmigkeit verbunden wird, bereichert man als Christ seine Umgebung. An einem solchen Beerdigungstag sind viele diesem Menschen dankbar, der von uns gegangen ist. Man stellt sich dann gerne eine Stunde im Regen auf den Friedhof, um von ihm Abschied zu nehmen und für ihn zu beten.

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