Dienstag, 10. März 2015

Eine biblische Fastenbetrachtung zur Kritiksucht in Kirche und Gesellschaft

Heute möchte ich einmal das größte #Gift unserer Zeit betrachten, ein Gift, dass auch mich selbst immer wieder bedroht: Die #Sucht, alles und jeden kritisieren zu müssen.

Diese Sucht greift in unserer Gesellschaft und in unserem Leben um sich herum. Früher fand die #Kritik noch ihre Grenzen vor dem guten #Benehmen und dem #Respekt besonders vor der #Autorität von verantwortlichen Persönlichkeiten in Kirche und Gesellschaft. Heute hingegen erlaubt sich jedermann, seine Meinung über andere öffentlich kund zu geben. Alles und jeder unterliegt der Kritik, die #Meinungsfreiheit ist an die Stelle aller anderen #Gebote, vor allem dem Gebot der #Nächstenliebe getreten

Verschärft wird dies durch #Weblogs wie diesem, oder auch soziale Netzwerke wie #Twitter oder #Facebook. Jeder hat heute die Möglichkeit, weltweit zu publizieren. Dies ist gleichermaßen zu einem riesigen Vorteil wie zu einer Geißel unserer Zeit geworden. Die #Medien sind ein machtvoller Verstärker unserer Kommunkation geworden, aber sie fordern von uns auch eine besondere #Verantwortung. Denn sie verleiten uns auch dazu, mit Bösem viel #Aufmerksamkeit und Erfolg zu erhaschen.

Die Kritiksucht erhebt den Menschen zum #Maß aller Dinge. Er erhebt sich über alle und alles, sogar über #Gott und seine Gebote. Damit ist die Kritiksucht ein ernstes Hindernis zu einem wirklichen #geistlichen #Leben, denn es projiziert alle #Gedanken vom Ego auf seine Umwelt. Die eigene Weltsicht wird anderen aufoktroyiert.

Her stellt sich die Frage, ob der #Christ nicht aufgefordert ist, andere zurecht zu weisen? Zu falschen Entwicklungen in Kirche, Politik und Gesellschaft Stellung zu nehmen? Die Heilige Schrift fordert dazu regelrecht auf. Im Alten Testament wie im Neuen Testament gibt es hierzu viele Stellen. (z.B. siehe Überblick hier...). Aber die #Bibel gibt auch genau vor, wie man zurechtweisen darf.  (Siehe z.B. Mt. 28.15ff, oder auch Mt. 7.1ff)

Ich möchte einige Gedanken zusammenfassen, die mir hierzu einfallen, wie Kritik nie aussehen darf:

  • Kritik darf nie #anonym erfolgen. Der Betroffene muss persönlich angesprochen werden. Öffentliche Kritik an einer Person, die sich nicht dagegen wehren kann, ist im Grunde böse. Wer im Internet andere kritisiert, muss zumindest seinen Namen und seine Person öffentlich und für jedermann sichtbar bekannt geben.
  • Kritik muss in #Liebe erfolgen. Sie muss immer aufbauend sein und darf niemanden heruntersetzen (Siehe z.B.  Eph. 4.2., Eph. 4.29ff)
  • Kritik darf nie den Ruf oder auch die #Autorität eines anderen in Frage stellen. Eltern, Lehrer und auch politischen und kirchlichen Führern #Achtung gegenüberzubringen, ist Christenpflicht. Für Katholiken gilt dies in besonderer Weise gegenüber dem #Priester, dem #Bischof und dem #Papst, da in diesen Ämtern uns Christus vergegenwärtigt wird.
  • Kritik darf niemals ohne Demut erfolgen. Vergessen wir nie, dass niemand außer Christus die #Wahrheit gepachtet hat. (Siehe Joh 14.6). Dass wir unsere Gnade allein ihm und seiner Kirche verdanken. Dies muss unser ganzes Denken, Reden und Handeln tragen. 
Hinterfragen wir uns, welches #Motiv eigentlich hinter unserer Kritik steht. Werden wir durch #Eigensucht getrieben? Liegt uns daran, viel Aufmerksamkeit zu erreichen? Die schlechte Gerüchteküche verbreitet sich bekanntlich viel schneller als die gute Nachricht. Oder liegt es uns daran, die #Frohe #Botschaft zu verbreiten und am #Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken? Darüber nachzudenken lädt uns die #Fastenzeit ein. 

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