Mittwoch, 4. März 2015

Deutschland ist Mssionsland

Gestern las ich, dass das Bistum Münster die Zufriedenheit seiner "Schäflein" erforscht, heute ist ein Top-Thema, dass immer mehr Weltpriester bei uns Dienst leisten. Früher sei es bei uns auf dem Lande üblich gewesen, dass der erste Sohn den Hof übernimmt, der zweite in die Welt zieht und der dritte Priester wird, lese ich im Tageskommentar meiner Zeitung.  

Damals  entsandten die Deutschen Missionare nach Indien und Afrika. Doch die satten und reichen Deutschen sind mittlerweile glaubensmüde geworden. Und so hat sich der Spieß umgedreht. die Priester kommen nun aus Afrika und Indien, um bei uns den Gottesdienstplan aufrechtzuerhalten. Ein indischer Priester brachte es laut Bericht auf den Punkt: Zuhause seien die Kirchen immer voll, in Trier habe er seine erste Predigt vor vier Leuten gehalten. 

Die ausländischen Priester würden mit offenen Armen empfangen, schrieb die Kommentatorin. In meinem Bekanntenkreis habe ich leider auch ganz andere Töne gehört. In unserer Pfarrei ist ein indischer Priester eingesetzt, den ich persönlich sehr nett finde. Er macht seine Sache sehr gut, bedenkt man, dass er in einem völlig anderen Sprach- und Kulturkreis sich befindet. Aber gelingt es ihm, uns aus unserer Lethargie zu erwecken und das Feuer des Glaubens zu entzünden? 

Die Weltpriester verdienen unseren besonderen Respekt. Wie unsere Vorfahren, die als Missionare keine Mühen und Leiden scheuten, in ferne Länder die Frohe Botschaft brachten. Und ohne deren selbstlosen Einsatz so manche Messe heute und verschärft morgen nicht mehr gelesen werden könnte.

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