Dienstag, 17. März 2015

Das Kreuz auf / mit dem Fragebogen zur Familiensynode

Wie man in katholischen Medien liest (zum Beispiel hier oder hier), hat sich das Bistum Erfurt kritisch über den Fragebogen zur Vorbereitung der Familiensynode geäußert.

Ich habe mich auch schon gefragt, wer sich diese Fragen ausgedacht hat. Erwartet hätte ich Fragen, die ausloten, wie die Gläubigen über die von der Kirche vertretenen Grundsätze zur Verhütung und Abtreibung, beziehungsweise zur Zulassung von Wiederverheirateten zu den Sakramenten. Doch um diesen heißen Brei macht dieser Fragebogen einen großen Bogen. Die Familien sollen ihre Wünsche, Freuden und Sorgen äußern. Aber wie mit einem Fragebogen geschehen, in denen Laien mit theologischen Spezialfragen konfrontiert werden, die kaum ein normaler Mensch beantworten kann.

Für mich ist dieser Fragebogen ein Beispiel einer Kirche, die nicht mehr die Sprache vieler "Gläubigen" versteht geschweige denn spricht. Ganz im Gegensatz zu Papst Franziskus, der auf Menschen zugeht, ihnen ins Gesicht schaut und zuhört und sie umarmt. Ich würde mir wünschen, dass diese Kultur auf allen Ebenen unserer Kirche wächst: Auf Augenhöhe mit dem Bruder und der Schwester im Glauben zu reden. Nur so kann echter Dialog im Sinne von Austausch fruchtbar werden.

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