Sonntag, 29. März 2015

Das Kreuz als besonderes Symbol im Oldenburger Land

Neu eingeweihtes Wegekreuz
Heute Nachmittag war ich bei einer Kreuzeinweihung. In unserem Oldenburger Land stehen vor vielen Häusern und an Straßenrändern Wegekreuze.

Unser alter emeritierter Pfarrer segnete das neue Wegekreuz ein. Er ist ein begeisterter Fotograf und hat bereits hunderte Wegekreuze unserer Region im Bild festgehalten. In seiner langen Zeit als Priester hat er sicher viele Kreuze eingesegnet. Bei der Einweihung des Kreuzes wies er auf die Bedeutung des Kreuzes hin, Es erinnert uns an die große Heilstat unseres Herrn Jesus Christus, der für uns sein Leben hingab zur Sühne unserer Sünden.

Die Menschen hätten aus vielen Motiven ein Kreuz errichtet, in Zeiten der Trauer aber auch der Dankbarkeit, wenn ihnen in Bedrängnis und Not geholfen wurde. So ist es ein Wegbegleiter für uns und erinnert uns, dass wir unsere Freude und Hoffung, die wir aus dem Glauben schöpfen, auch an andere weitergeben sollen.

Eine besondere Rolle spielte das Kreuz in unserem Oldenburger Land während der Nazizeit. Die Nationalsozialisten wollten das Kreuz aus den Schulden verbannen. Sie erließen dazu im November 1936 einen entsprechenden Erlass. Damals hatten die Priester noch den Mut, sich in Predigten öffentlich dagegen zu wenden. Mit klaren Worten riefen sie zum Widerstand auf: " "Entweder Christus oder Satan, Glaube oder Unglaube, lebendiges Christentum oder Bolschewismus". Es erhob sich der legendäre Oldenburger Kreuzkampf, gegen denen die Nazis ihren Erlass nicht durchsetzen konnten.

Auch heute sollten wir uns an diese Zeit durchaus erinnern und uns mutig für christliche Werte einsetzen, die auch in unserer Zeit zunehmend infrage gestellt werden.

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