Sonntag, 15. Februar 2015

Valentinstag und die knallharte Realität

Der gestrige Samstag war Valentinstag, der Tag der Liebenden. Die Liebe wird beschworen und es wird mit dem Thema der Liebe viel Kohle verdient. Abends war ich auf einem Dorfball und wurde mit der harten Wirklichkeit konfrontiert. Wieder eine Ehe in der Nachbarschaft gescheitert. Das junge Ehepaar hat mehrere Kinder, er hat ein solides Unternehmen, sie kann kochen, perfekte Haus- und Geschäftsfrau, weiß, was sie will. Und sie tut es. Geerbt hat sie außerdem und Geld ist genug vorhanden. Jetzt wird ein Doppelhaus gebaut, in welches sie zieht. Der Mann bleibt zuhause mit einem seiner Kinder, die anderen ziehen zur Mutter.

So sehr die auch Liebe beschworen wird, die Beziehungen scheitern. Kaum eine Ehe, die nicht auseinanderbricht. Auch in gutkatholischen Kreisen ist keine Ehe vom Scheitern gefeit. Auch in meiner unmittelbaren Umgebung höre ich immer wieder von Trennungen und Scheidungen. Was ist bloß los? Woran scheitern unsere Beziehungen? Weil jeder sein eigenes Ding machen kann? Weil unsere Umwelt beziehungs- und familienfeindlich ist? Oder weil der praktizierte Glaube, das gemeinsame Gebet, die Bereitschaft zum Verzicht (auf den eigenen Egoismus) fehlt?

Mir bereiten solche Nachrichten immer ,ein Stich ins Herz und ich rufe zu Gott:

Herr, wo geht es mit uns hin?
Was wird aus unseren Familien, Beziehungen, Gemeinschaften?
Herr, was machen wir falsch?
wie können wir dem Bösen, dem Trennenden, wehren?
Hilf uns in unserer Dunkelheit, unserer Beziehungsunfähigkeit.
Entfache in uns das Feuer der Liebe, der Treue,
die alles vereint und alles Trennende überwindet.
Das uns hilft, immer wieder zu vergeben und
das Feuer der Liebe immer am Leben erhält.
Bleibe bei uns, denn ohne können wir nicht sein. Amen

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