Donnerstag, 5. Februar 2015

Bibelgebetsabend: Denn die Gnade Gottes erzieht uns

Unser Pfarrer lud zu einem Bibelgebetsabend in sein Pfarrhaus ein: Es wurde gemeinsam gesungen, gebetet und zwei Texte aus den Paulusbriefen betrachtet. Als erstes lasen wir den Brief des Paulus an Philomenon. Ich muss gestehen, dass ich ihn noch nie gelesen hatte. Dabei handelt es sich um ein Edelstück biblischer Texte, welche uns lehren, wie die Gnade Gottes den Jünger in liebevoller Freiheit verwandelt.
Im Brief wendet sich Paulus an seinen Mitarbeiter Philemon, der reich ist aber noch Sklaven hat. Einer seiner Sklaven, Onesimus, hat die Kasse veruntreut und steht bei ihm in Schuld.

Onesimus wird von Paulus bekehrt und Paulus bittet Philemon, in wieder in sein Haus aufzunehmen. Paulus hätte die Macht, Philemon, zu zwingen, ihn wieder einzustellen. Doch er wählt einen anderen Weg. Er lobt ihn über die Maßen und appelliert an den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus. Er bittet ihn, Onesimus, nicht mehr als Sklaven sondern als geliebten Bruder anzunehmen.

Paulus bietet ihm an, die Schuld von Onesimus zu zahlen, erinnert Philemon aber gleichzeitig daran, dass er selbst bei ihm in Schuld steht. Für mich ist beeindruckend. wie Paulus seinem Mitarbeiter die Entscheidung überlässt, aber auf der anderen Seite mit der Gewalt der Liebe förmlich zwingt, das Gute zu tun.

Nach einem weiteren Lied betrachteten wir Textausschnitte aus dem Brief Paulus an Titus (Titus 2.11-3.08) Paulus verweist darauf, dass die Gnade Gottes ALLEN Menschen erschienen ist, um sie zu erretten und jene, die den Glauben angenommen haben, "erzieht", von der Gottlosigkeit abzukehren. Die Getauften sollcn den "Herrschern und Machthabern" gehorsam sein, nicht schmähen, nicht streitsüchtig sein, sondern freundlich und gütig.

Alle Textstellen eignen sich hervorragend, zu prüfen, wie sehr wir durch den heiligen Geist geprägt sind, das Gute zu tun. Und mit dem Guten das Böse überwinden. Zum Abschluss unterhielten wir uns noch über beide Texte und unsere täglichen Erfahrungen im Leben. Unser Pfarrer segnete uns, bevor wir wieder nach Hause gingen. Es war ein sehr gelungener Abend, an dem wir Anregungen erhielten, wie wir unseren Glauben vertiefen können.

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