Donnerstag, 18. Dezember 2014

Weihnachten ohne das Christkind feiern?

Um das Christkind geht es eigentlich zu
Weihnachten, das Fest der Geburt
Christi,
Es geht mit rasender Geschwindigkeit auf das Fest Weihnachten zu. Das Fleisch für den Weihnachtsbraten habe ich schon erworben, auch den Tannenbaum gekauft. Heute landete er schon vor meiner Haustür. Das nennt man Lieferservice! Ich musste erst einmal einen Ort finden, wo ich ihn zwischenlagere. Da ich einen großen Baum habe, ist dies gar nicht so einfach. Bei mir kommt der Baum erst kurz vor Heiligabend ins Haus. Ein Tag vorher wird er aufgestellt und geschmückt. Solange muss er im Schuppen erst einmal bis Weihnachten warten. Genauso wie ich.

Auf Facebook haben schon einige meiner "Freunde" Fotos von festlich geschmückten Weihnachtsbäumen in ihrem Wohnzimmer geposted. "Wisst ihr nicht, dass Weihnachten erst in einer Woche ist," denke ich mir. Ihr Bild mit meiner Meinung kommentieren, das verkneife ich mir lieber. Solche Kommentare kommen nicht gut an. Und ich will ja niemand verärgern. Als ich den Weihnachtsbaum auf dem Vechtaer Stoppelmarkt bekrittelte, hagelte es böse Kommentare. Aber wenn die Leute jetzt schon ihren Baum im Wohnzimmer aufstellen, was wollen die dann Weihnachten noch feiern? Selbst mit "romantischer Weihnacht" hat dies nichts mehr zu tun.

Was bezwecken diese Leute eigentlich mit solchen Facebookbildern? Wollen sie ihrer Umwelt beweisen, wie toll sie sich es doch schon zu Weihnachten eingerichtet haben? In welchem Wohlstand sie leben? Für mich beweisen sie, dass sie vom eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes nicht mehr viel wissen. Der Weihnachtsbaum gilt als christliches Symbol. Als heller Lichterbaum soll er das Erscheinen des Christkindes, des Lichtes der Welt, symbolisieren. Für viele Zeitgenossen spielt dies keine große Rolle mehr. Sie feiern Weihnachten nur noch als Konsumfest, bei dem sie ihren Wohlstand, vielleicht ihre Familie, aber nicht die Geburt des Herrn feiern. Ein Fest mit viel Fressen und großer Geschenkeschlacht. Ich finde, so etwas ist irgendwie tot. Es ist wie eine Geburtstagsfeier, die man ohne das Geburtstagskind feiert.

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