Dienstag, 23. Dezember 2014

Wann in der hl. Messe knieen, sitzen oder stehen?

Zu einer ehrfürchtig gefeierten hl. Messe gehört auch die fromme Körperhaltung. Sie ist Ausdruck der Teilnahme an der Liturgie. Und zwar nicht nur bei denen, die am Altar ihren Dienst leisten, sondern auch allen anderen Gläubigen, die mitfeiern. Wenn wir zum Beispiel vor dem Allrheiligsten oder dem Tabernakel niederkniien,  zeigen wir, dass wir glauben, das es sich um den lebendigen Christus handelt, den wir verehren.

Das eigentliche Geschehen in der Messe miterleben kann man nur, wenn man sich mit ganzem Körper und Seele darauf ausrichtet. Früher waren die Eltern ihren Kindern darin ein Vorbild und leiteten sie an, wann man in der Messe kniet, sitzt oder aufsteht. Doch auch viele Ältere richten sich nicht mehr an ehrfürchtige Haltungen aus und warten zum Beispiel sitzend vor dem Empfang der Eucharistie. Viele Menschen kennen die Messordnung deshalb gar nicht mehr, weil sie sie gar nicht mehr erlernt haben.

Besonders an Weihnachten besuchen viele die Christmette, die gar nicht mehr wissen, wie man sich im Gottesdienst benimmt. Katholisch.de hat deshalb einen Beitrag zu diesem Thema veröffentlicht. Doch leider fehlt, auch in anderen Beiträgen zum Thema, ein genauer Ablauf, wann man in der Messe eine bestimmte Ehrfurchtshaltung einnimmt. 

Anders ist dies bei der überlieferten alten Messe. Introibo.net hat eine genaue Abfolge der Körperhaltungen im außerordentlichen Ritus beschrieben. Es wäre schön, wenn auch die DBK und die Diözesen solche Informationen verbreiten würden. Vielleicht sollten die Priester auch in den hl. Messen kleine Hinweise geben, damit es alle wieder erlernen: "Wir warten knieend, bis wir zum Empfang der Kommunion nach vorne hingehen." So könnten wenigstens diejenigen, die wirklich an der Liturgie teilnehmen möchten, wieder lernen wie man das macht.