Montag, 8. Dezember 2014

Arbeiten an Mariä Empfängnis - wie man ein Arbeitstag in ein Hochfest verwandelt

Eigentlich ist Südoldenburg eine katholische Hochburg. Oder diese Enklave im überwiegend protestantischen Niedersachsen war es einmal. Dennoch oder vielmehr gerade deshalb sind klassisch katholische Feiertage wie das heutige Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria kein staatlicher Feiertag.

Für mich bedeutet dies, meinen Laden zu öffnen, meine Kunden zu bedienen und alle Aufgaben und Arbeiten wie an einem gewöhnlichen Tag zu verrichten. Die Kunst besteht nun darin, trotzdem aus diesem Tag einen Feiertag machen. Wie kann das gelingen?

Dazu ist Voraussetzung, dass jeder Tag im Jahreskreis bewusst gelebt wird. Hilfen hierzu geben katholische Kalender mit allen Festtagen und Gedenktagen der Heiligen. Eine weitere Hilfe bieten das Stundengebet und auch das Schott Messbuch. Wenn man jeden Tag einen Blick hinein wirft, ist man up to date.

Auch an einem Arbeitstag kann man die liturgischen Texte zumindest kurz betrachten, an das Festgeheimnis denken und auch beten. Ich bete morgens die Laudes (Dauert etwa 20 Minuten). An besonderen Feiertagen gönne ich mir auch ein gutes Mittagessen oder ein Stück Kuchen zum Kaffee. So kommt wenigstens etwas Feiertagsstimmung auf. Wenn es irgendwie möglich ist, besuche ich an hohen Feiertagen auch abends die heilige Messe.

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