Donnerstag, 27. November 2014

Singen und Feiern zur Ehre Gottes im Kirchenchor

Unser Chor vor dem Gottesdienst in unserer Kirche
Seit einigen Jahren bin ich in der Chorgemeinschaft unserer Pfarrgemeinde. Ein Kirchenchor ist ein Beispiel für einen gelebten Katholizismus, der die Schönheit der Teilnahme an der Liturgie mit dem gemeinsamen Feiern verbindet. Beides gehört zusammen.

Besondere Erlebnisse sind für mich die feierlichen Hochämter an Weihnachten und Ostern, wenn wir als Chor die Liturgie mit gestalten dürfen. Als Sänger bekommt man immer wieder eine Gänsehaut dabei. Einige Wochen bereiten wir uns intensiv mit unseren Dirigenten darauf vor, damit es wirklich feierlich und gut klingt und die Gottesdienstteilnehmer spüren: "Heute ist Christus auferstanden!"  oder "Heute ist uns der Heiland geboren".

Nach dem Gottesdienst geht es dann in unser Pfarrheim, wo wir uns zu einem Bier noch kurz treffen. Auch das gehört dazu und ist wichtig. Im Chor ist man Bruder und Schwester, nur als gemeinsame Sängerfamilie trifft man wirklich den Ton. Dazu gehört auch, dass man mit einander privat auch gut auskommt. Mit dem Chor machen wir Feiern und Ausflüge. Zu unserem Chor gehören katholische und evangelische Christen, Leute von 30 bis über 80 Jahre alt aus allen Berufen.

Leider leiden viele Chöre an mangelndem Nachwuchs. Wir bemühen uns, immer wieder neue Leute zu uns einzuladen. Aber es ist schwer, gerade auch jüngere Leute zu überzeugen, bei uns mit zu machen. Viele wollen sich nicht verpflichten, sich zu binden. Denn auch Verpflichtungen übernimmt man als Sänger, zum Beispiel regelmäßig zu den Chorproben zu kommen. Und außerdem leiden die Chöre (zu unrecht!) an einem schlechten Image.

Für mich war es eine sehr gute Entscheidung, im Chor zu singen. Ich möchte meinen Cäcilienchor nicht mehr missen.

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