Dienstag, 18. November 2014

Aufruhr gegen den Bischof

Versetzungen von Priestern sind im Alltag der Kirche eigentlich ganz normal. In unserer Kreisstadt Vechta war zum Beispiel die Enttäuschung groß, als der Pfarrer versetzt wurde. Gerade hatte die Stadtpfarrei die Fusion verdaut und es war ein wenig Ruhe eingetreten. Achselzuckend wird in den meisten Fällen eine Personalentscheidung von den Gemeindemitgliedern hingenommen. Nicht wenige reagieren darauf mit einer stillen Kündigung ihrer Pfarreimitgliedschaft.

In der Blogözese wird eine solche Versetzung in der Pfarreigemeinschaft Beckingen sehr kritisch behandelt. Der Pfarrer sei bei seinen Jugendlichen sehr beliebt gewesen, lese ich. Gegen ihren Willen habe Bischof Ackermann den Priester versetzt. Je mehr ich mich dafür interessiere, umso erstaunter bin ich. Sogar auf der offiziellen Homepage der Pfarreigemeinschaft Beckingen wird der Bischof kritisiert. 

Ich kenne die Hintergründe in Beckingen nicht. Allerdings: jeder Katholik weiß, dass der Bischof  die alleinige Entscheidung darüber hat, wo er seine "Stellvertreter" einsetzt oder entlässt. Was "gutkatholische" Blogs und Websites oft bei "Wir sind Kirche" kritisieren, dürfen sie nicht selber machen: Die Autorität eines Bischofs infrage stellen.

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